Was ist Bitcoin?

Bitcoin (BTC) ist der Pionier unter den Kryptowährungen. Es ist eine dezentrale, digitale Währung auf Basis der Blockchain-Technologie. Sie wird von keinem Staat und keiner Zentralbank reguliert. Sie ist inflationssicher, da der Erfinder Satoshi Nakamoto die absolute Menge auf 21 Millionen begrenzt hat.

Website von Bitcoin Bitcoin.org Website

Pionier der Kryptowährungen

Bitcoin ist die älteste Kryptowährung und definiert bis heute die wesentlichen Aspekte des gesamten Themas. Keine Kryptowährung hat mehr Nutzer, keine hat mehr Gewinn generiert. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Bitcoin immer noch die digitale Währung, und der Name steht stellvertretend für das Gesamtkonzept. Kryptowährungen als theoretisches Konzept reichen bis in die Neunzigerjahre zurück. Aber erst mit der Entwicklung von Bitcoin wurden die wesentlichen Ideen zusammengeführt und als real existierendes (und funktionierendes) System implementiert. Damit ist Bitcoin nicht nur der Urvater, sondern geradezu der Prototyp kryptografischer Währungssysteme. Es ist der Standard, auf den sich alle späteren Systeme zurückführen lassen und an dem sie gemessen werden. Die Ursprünge des Systems sind von einem gewissen Mysterium umgeben, denn bis heute weiß niemand genau, wer Bitcoin erfand. Als Urheber zeichnet eine Person (oder Gruppierung) namens Satoshi Nakamoto verantwortlich, aber es ist völlig unbekannt, wer diese Person ist oder ob es sich womöglich um eine Gruppe handelt, die dieses kollektive Pseudonym benutzt. Im Internet konkurrieren Dutzende von Theorien, wer dieser geistige Vater sein könnte, und einer Reihe bekannter Personen wurde diese Ehre bereits zugesprochen. Aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt die Frage nach dem eigentlichen Erfinder von Bitcoin offen.

Sicher ist aber, dass Bitcoin im Jahr 2009 auf der Bildfläche erschien und seitdem mit Millionen von Nutzern, Milliarden von Transaktionen und einer Blockchain von inzwischen über 160 Gigabyte Größe den Markt digitaler Währungen dominiert.

Wertverlauf eines Bitcoins Quelle: coinmarketcap.com / Stand März 2018

Ist Bitcoin anonym?

Die ursprünglich häufige Nutzung als anonymes Zahlungsmittel im Darknet kommt mittlerweile kaum mehr vor. Grund hierfür ist die Struktur der Bitcoin Blockchain, in welcher jede Transaktion für immer transparent gespeichert ist. Zwar werden dort keine Klarnamen angezeigt, allerdings ist es mittlerweile technisch möglich, die Bitcoin-Adresse dem echten Namen zuzuordnen. Viele (zentrale) Börsen/Exchanges und auch Shops verlangen mittlerweile einen umfassenden KYC-Prozess (KYC = Know your customer / kenne deinen Kunden) durch welchen bei Bitcoin lediglich eine Pseudoanonymität und keine vollständige Anonymität besteht. Forscher haben es mittlerweile mehrfach geschafft, Bitcoin-Adressen einer Person zuzuordnen. Daher eignet sich der Bitcoin nicht für illegale Aktivitäten (z.B. Waffen- und Drogenhandel, Geldwäsche) und wird daher auch kaum dafür verwendet. Es gibt Währungen, die auf Grund Ihrer technischen Architektur einen wesentlich höheren Grad an anonymität bieten. Die bekanntesten anonymen Währungen sind Monero, Zcash und Dash.

Wie funktioniert Bitcoin?

Die Funktionsweise von Bitcoin entspricht genau den in der Einleitung dargestellten Vorgängen. Wie bereits erwähnt, ist Bitcoin auch technisch die Referenz für Kryptowährungen, und alle Nachfolger sind allenfalls Erweiterungen oder Variationen des Prinzips der Blockchain.

Website eines Bitcoin Wallets Quelle: Electrum Wallet Website

Der Zugriff auf das Bitcoin-Netzwerk erfolgt über einen Client (die Bitcoin Wallet). Die Standardimplementierung des Wallets heißt Bitcoin Core und stellt die Vorlage für eine Reihe von weiteren Clients dar. Nutzer eröffnen ein Konto, das mit einer eindeutigen Kennung und einem kryptografischen Schlüsselpaar ausgestattet ist. Viele Teilnehmer nutzen auch mehrere Konten gleichzeitig, die mit der Wallet verwaltet werden, und tatsächlich ist es auch möglich für jede einzelne Transaktion ein eigenes Konto zu generieren. Die Kontokennungen sind der realen Identität ihres Besitzers nicht zuzuordnen, fungieren also als Pseudonyme. In diesem Sinn ist Bitcoin ein anonymes System. Dies hat allerdings auch den Nachteil, dass ein einmal verlorener (beziehungsweise vergessener) privater Schlüssel (private key) das entsprechende Konto unbrauchbar macht.

Die von Bitcoin für den Proof of Work verwendete Hashfunktion ist SHA-256, genauer gesagt SHA-2 mit einer Wortlänge von 256 Bit, ein als sehr sicher geltender Algorithmus.

Symbolische Abbildung von Bitcoin

Im Prinzip kann jeder eine Kryptowährung implementieren: Mit einem Peer-to-Peer-Netzwerk und einigen Algorithmen kann eine Blockchain verwaltet werden, und alles was für eine funktionierende Währung dann noch fehlt, sind Nutzer. So verwundert es nicht, dass, in der Zwischenzeit buchstäblich Tausende von Kryptowährungen entstanden sind und gehandelt werden. Viele bemühen sich um eine Erweiterung und Verallgemeinerung der Prinzipien von Bitcoin, aber im Kern sind sie dem Prototypen immer noch sehr ähnlich: ein Netzwerk, eine Blockchain und eine mehr oder weniger große Zahl an Teilnehmern.

„Man muss der Zentralbank vertrauen, dass sie die Währung nicht abwertet - aber in der Geschichte des Zentralbankgeldes wurde dieses Vertrauen ständig enttäuscht. Man muss Banken vertrauen, die unser Geld verwahren und elektronisch verschicken - aber sie verleihen es mehrfach und erzeugen dadurch Kreditblasen, weil nur ein Bruchteil der Kredite durch Spareinlagen gedeckt ist."

- Satoshi Nakamoto, Erfinder des Bitcoin

Wo und wie kann ich Bitcoin (BTC) kaufen?

Da Bitcoin die bekannteste und etablierteste Kryptowährung auf dem Markt ist, kann sie bei unzähligen Exchanges/Börsen erworben werden. Wir empfehlen Coinbase zum Kaufen und Verwalten von Bitcoins. In unserer Linksammlung findest du weitere Börsen & Exchanges.

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